WENN DIE SEENSUCHT BRENNT.

Es muss nicht immer der Gardasee sein.
Mit dem Jaguar F-Pace auf Schatzsuche in der Wunderwelt des bayrisch- tirolerischen Grenzgebietes.

„Uns bleibt immer noch Paris“ sagt Humphrey Bogart in Casablanca zu Ingrid Bergman. „Uns bleibt immer noch der Gardasee“ scheint daran angelehnt ein verbreitetes Mantra in und um Innsbruck zu sein, wenn die Gedanken auf der Suche nach kühlender Erfrischung und mediterranem Feeling abschweifen. Und auch wenn der Aperol Spritz in Riva del Garda ein absolutes Highlight ist – es muss nicht immer der Gardasee sein. Wir fragen uns: In wie viele verschiedene Seen können wir eigentlich an einem Tag springen? Mit den Temperaturen steigt die Abenteuerlust und der Plan ist gefasst: Seen-Hopping und Schatzsuche in machbarer Distanz. Mit dem Jaguar F-Pace haben wir dafür auch ein edles Fortbewegungsmittel, dass für alle Abenteuer bereit ist.

Und so machen wir uns auf ins bayrisch-tirolerische Grenzgebiet, zwischen München und Innsbruck. Eine Region, die in ihrer Vielfältigkeit schwer zu fassen ist – und genau deswegen spannend für die Suche nach neuen Schätzen. Als alte Romantiker, die den Luxus einsamer Plätze für sich entdeckt haben, sind wir ein wenig skeptisch, als wir kurz nach 6 Uhr früh in Richtung Walchensee aufbrechen. Die Sonne kriecht langsam über die Berggipfel, die Luft ist glasklar und man kann riechen, dass es ein warmer Tag wird.

Als wir in Einsiedl ankommen, teilen wir uns den Strand mit einigen wenigen Campern und Hundebesitzern – erreichen das Etappenziel quasi, während es gerade erst aufwacht. Seen am Morgen haben eine ganz besondere Anmut: das Wasser ist spiegelglatt und wird nur von einer Ente mit ihren 5 Küken durchbrochen, die auf Frühstückssuche sind. Wir machen es ihnen gleich und werfen uns – entgegen aller Reflexe – ins kalte Wasser. Schon als Kind hat man gelernt, dass das langsame Herantasten hier nur schlimmer ist, wie beim Abziehen eines Pflasters von der Haut. Am besten mit Anlauf hinein, Luft holen, kurz die Gänsehaut überwinden – und hat sich der Körper an die Temperatur gewöhnt und man wieder einen Blick für die Kulisse, eröffnet sich eine selten exklusive Bademöglichkeit, die die letzte Müdigkeit aus dem Tag verdrängt und Lust auf mehr macht.

"Es ist ein unbebautes Juwel, das sich hier am Seeufer erstreckt und bei einer kleinen Kirche mit Kiesstrand seinen Höhepunkt findet. Der erste Schatz, den wir auf unserer Reise gefunden haben."

Wir sind angespornt und wollen dem Walchensee noch mehr entlocken. Kurz die Satellitenbilder von Google Maps zu studieren erweist sich als überaus wertvolle Technik, um schöne Plätze zu entdecken, die man vom Boden aus nicht mal erahnen würde. Und so joggen wir am Seeufer in Richtung grüner Halbinsel los. Nach 20 Minuten sind wir im Paradies, kommen an jugendlichen Gruppen vorbei, die ihre Nacht am See verbracht haben und uns vergeblich nach Kaffee fragen. Es ist ein unbebautes Juwel, das sich hier am Seeufer erstreckt und bei einer kleinen Kirche mit Kiesstrand seinen Höhepunkt findet. Der erste Schatz, den wir auf unserer Reise gefunden haben.

Zurück am Parkplatz wird das morgendliche Baden rückblickend schlagartig noch exklusiver. Aus dem idyllischen Strand ist inzwischen ein gut gefüllter Badeplatz geworden. Ruhe und Romantik sind im lauten Getümmel, ebenso wie die Enten, verschwunden, Handtuch liegt an Handtuch. Unser Signal für die Weiterreise.

3 Seen

Die Straßen sind inzwischen voll und die Hoffnung, weitere besondere Plätze zu entdecken, schwindet. Im Überschwang der Planung mischt sich bekanntlich oft eine ordentliche Portion Optimismus dazu. Doch dann fällt uns im Vorbeifahren ein kleines Gartencafé ins Auge und wir folgen der Vorahnung und wenden. Eine gute Entscheidung, denn die Terrasse des Strandcafés Bucherer  liegt in einem blühenden Garten mit Blick auf den See und belohnt uns mit einer Auswahl an selbst gemachten Kuchen und entspannter Atmosphäre. Zufrieden und satt machen wir gedanklich eine Notiz: Schatz #2.

Auf der Suche nach mehr Abgeschiedenheit entschließen wir uns bei Wallgau ins Isartal einzubiegen. Ein Naturjuwel – und die Einfahrt in das wunderschöne Karwendelgebirge. Die Straße führt über der Isar durch den Wald, der immer nur kurz einen Blick auf eines der letzten ursprünglichen, ungezähmten Flusstäler gewährt. Durchfahren für Abenteurer unmöglich. Bei der nächsten Parkmöglichkeit klettern wir die steile Böschung hinunter und stehen plötzlich  im Paradies. Hier kann man direkt zusehen, wie sich die Isar ihr Bachbett formt, den Verlauf nach einem Hochwasser ändert und so ein Labyrinth aus Flussarmen, Büschen und Steinlandschaften zeichnet. Der Feldversuch zeigt: die Durchquerung der Isar verlangt gutes Gleichgewicht, unempfindliche Füße mit Hornhaut (oder Schmerzbereitschaft) und etwas Mut. Oder: Wasserschuhe aus Neopren

 
3 Seen

Die freiwillige Kneipp-Kur lohnt sich und wir genießen, nur 20 Minuten vom überfüllten Badestrand entfernt, die Einsamkeit im Schatten der Büsche. Das Wasser ist natürlich nur etwas für wilde Schwimmer. Mehr als 10 Grad werden es selten, was zumindest für die Flasche Grüner Veltliner ganz gut ist. Schatz #3.

Achtung: Bei Gewittergefahr sollte man das Isartal nicht unterschätzen, denn die Wasserhöhe und die Fließgeschwindigkeit können sprunghaft ansteigen und zu brenzligen Situationen führen. Abenteuer hier also nur bei Badewetter angebracht.

Nach dem Nickerchen fahren wir weiter und entscheiden uns – wohl um unser Glück ein bisschen herauszufordern – für einen Abstecher zum Tegernsee, obwohl wir halb München dort erwarten. Dort angekommen wird schnell deutlich: es ist tatsächlich mindestens halb München hier. Der Kontrast zum Isartal ist hart zu verkraften, doch wir bleiben stur, auch hier noch fündig zu werden. Das Bräustüberl Tegernsee ist dabei genau das Gegenteil von dem, was wir uns wünschen. Massenabfertigung und Hektik und wir sind kurz davor, umzudrehen. Doch wir wollen zumindest noch kurz ins Wasser springen und parken in der Tiefgarage gegenüber des Rathauses von Tegernsee.

3 Seen

Wie als Antwort auf ein kurzes, frustriertes Schulterzucken finden wir dort, wo der Alpbach in den See mündet, einen netten, kleinen Park mit großen Bäumen, wo die Einheimischen die inzwischen 33 Grad genießen. Von dort aus führt uns ein Holzsteg am Ufer entlang bis zum Rathaus, wo das kleine Seehaus wenige Tische über dem Wasser platziert hat. Wir ergattern einen und finden eine unverhoffte Oase mit Blick auf die Segelschiffe, wunderbaren Mozzarella, Bruscetta und Veneziano. Die Anspannung fällt ab und im Kopf beginnt Musik zu spielen. Schatz #4.

Noch bevor wir zu viel getrunken haben, um noch Autofahren zu dürfen, setzen wir unsere Reise fort und fahren Richtung Süden, bis wir am Tiroler Achensee ankommen. Dieser liegt bereits auf rund 930 Metern und ist daher gerade im Hochsommer ein Tipp für Hitzegeplagte. Eingebettet zwischen Karwendel und Rofangebirge fahren die meisten an ihm am Weg ins Zillertal nur vorbei. Ein großer Fehler, denn gerade am südwestlichen Ufer, wo keine Durchfahrtstraße lärmt, finden wir die wunderbare Seeterrasse des Hotel Entners in Pertisau, die sich gerade in das Licht der goldenen Abendstimmung hüllt. Schatz #5.

Jaguar F-Pace

Zurück in Innsbruck haben wir mit 210km das gesamte Karwendel umrundet und so viele Eindrücke gesammelt, dass es sich anfühlt wie die Rückkehr aus einem Wochenende. Wir ziehen Bilanz und stellen mit Genugtuung fest, was alles möglich ist an einem Tag, wenn man bereit ist, sich aufs Entdecken und Erkunden einzulassen.

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