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Wir müssen das Web viel weiter denken.

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Vor ein paar Tagen traf ich einen u00e4lteren Herrn und kam mit ihm in ein ganz alltu00e4gliches Gespru00e4ch. Ohne nu00e4her u00fcber mich Bescheid zu wissen, fiel seinerseits in irgendeinem Zusammenhang folgender Satz:
u201eWebseiten schaut sich ja heutzutage eh keiner mehr an.u201c

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Bu00e4m.

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Mit einem Satz all das, was ich tue, um mein Geld zu verdienen, zunichtegemacht. Ich musste lachen und zuckte nur mit den Schultern ohne weiter darauf einzugehen, und das Gespru00e4ch ging weiter. Hu00e4tte diesen Satz ein Teenager oder jemand in seinen 20ern zu mir gesagt, hu00e4tte ich daru00fcber wahrscheinlich nicht weiter nachgedacht u2013 doch der Mann war eigentlich genau diese Persona, die ich mir unter einem typischen u201cWebsiten-am-Computer-in-der-Desktopversion-Benutzeru201d vorgestellt habe.
Bis dato.

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Ein paar Tage spu00e4ter war ich auf dem u201eWeb Summitu201c, der gru00f6u00dften Konferenz fu00fcr Web, Tech und Co. der Welt. Auch dort ging es gru00f6u00dftenteils um das Thema, wie wir das Web heutzutage benutzen bzw. in Zukunft benutzen werden.u00a0

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Das alles gab mir zu denken und, zugegeben, meinen Job zu hinterfragen. Braucht diese ganzen Webseiten u00fcberhaupt noch wer? Findet man nicht jede Information, die man braucht, sowieso schneller aufu00a0 sozialen Netzwerken und ganz einfach auf Google Maps und sucht sogar dort, bevor man u00fcberhaupt daran denkt, die Website eines Unternehmens zu besuchen?u00a0

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Fu00fcr mich ergab sich folgende Antwort: Ja, Webseiten sind Schnee von gestern u2013 wenn man diese als rein statische, sich nie veru00e4ndernde Informationsseite fu00fcr seine Kunden sieht.

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Dafu00fcr kann man auch einfach ein Facebook- oder Instagram-Profil anlegen und dort die ganze Information unterbringen. Schneller, einfacher, gratis.

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Aus welcher Motivation heraus besuchen wir heutzutage also eine Website? Nur dann, wenn wir mehr u00fcber das Unternehmen / Produkt / die Person herausfinden wollen als Standort, u00d6ffnungszeiten oder Preise. Und dann liegt es am Aufbau und am Design der Website, wie lange uns unsere Motivation dort hu00e4lt. Wie bei so vielen Dingen geht es also um Entertainment und Emotionen. Das Ziel sollte sein, den Besucher zu fesseln. Das sogenannte u201eStorytellingu201c ru00fcckt in den Vordergrund.

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Man darf eine Website nicht einfach als statisches Aushu00e4ngeschild im Web sehen, sondern als Mu00f6glichkeit, dem Besucher etwas zu bieten, ihn zu fesseln, zu unterhalten und ihm laufend neuen, interessanten u201cContentu201d zu liefern. Fast wie in einem Computerspiel kann man den Besucher dabei auch interaktiv mitmachen lassen und die Information spielerisch verpacken.

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u00a0u00dcberflutet mit Inhalten werden wir im Internet sowieso. Die Challenge ist es, die Aufmerksamkeit der Leute zu fangen und ihnen das gewisse Etwas zu bieten.u00a0

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u201eBis zur Unendlichkeit, und noch viel weiter!u201d

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Gestalterisch sind uns im Internet dafu00fcr (fast) keine Grenzen mehr gesetzt. Ob Videos, Animationen, GIFS , Tonaufzeichnungen oder Texte in jeglicher Form. Schriften, Farben, statisch und bewegt u2013 alles ist mu00f6glich. Der Kreativitu00e4t kann freien Lauf gelassen werden. Immer mehr Inhalte im Internet werden automatisiert von Maschinen generiert u2013 auffallen kann man also durch wechselnde, sich veru00e4ndernde, kreative Inhalte.u00a0

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Durch Machine-Learning und ku00fcnstliche Intelligenz ku00f6nnte man sogar jedem Besucher eine ganz andere Website zeigen, je nach seinen Interessen. Das Planen und Kreieren der im Fachjargon genannten u201cUser Experienceu201d nimmt einen immer gru00f6u00dferen Teil im Webdesign ein, denn durch immer beliebter werdende Tools zur Webseiten-Gestaltung wird der technische Teil und die eigentliche Umsetzung der Website immer einfacher.

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Man ku00f6nnte meinen, ich schieu00dfe mir schon wieder selber ins Bein mit der Aussage, dass heutzutage wirklich jeder mit etwas Motivation seine eigene Website bauen kann und keinen Webdesigner braucht. Und das stimmt auch u2013 aber nur in einem gewissen Ausmau00df. Natu00fcrlich braucht es fu00fcr komplexere Seiten auch ein besseres technisches Wissen.u00a0

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Wir mu00fcssen also viel weiter denken. Das Web als Spielwiese fu00fcr Ideen sehen, neue Dinge ausprobieren und vor allem u2013 kreativer werden! Keine Angst haben, Neues auszuprobieren. Anders als bei Printprodukten haben wir im Web den Vorteil, jederzeit Dinge veru00e4ndern, lu00f6schen und ergu00e4nzen zu ku00f6nnen.u00a0

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Storytelling.

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Das versuchen wir bei der Gestaltung des Alpina Marina Magazins umzusetzen. Wie ein Print-Magazin, welches immer wieder erscheint, aber mit der Flexibilitu00e4t die uns das Web bietet, werden wir uns immer neu erfinden und neue Dinge ausprobieren, um es zum Erlebnis werden zu lassen, unseren Content zu lesen.

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Ich freue mich auf das Kreieren von vielen weiteren Ausgaben!

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Magdalena Theis ist Webdesignerin und beschu00e4ftigt sich mit internationalen Trends und Strategien, wie Websites ihre Wirksamkeit in Zeiten des digitalen Wandels erhu00f6hen. nMit Vortru00e4gen und Workshops und der Entwicklung bis Umsetzung von Digitalprojekten, unterstu00fctzt sie Unternehmen auf ihrem Weg in die Zukunft.nnwww.magdalenatheis.com

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